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Dokumentarphotographie

 

 

 

Dokumentarphotographie: Neugestaltung einer Wohnsiedlung

Die Remscheider Gewag hat im Zuge einer Neugestaltung und Modernisierung ein Farbkonzept für eine ganze Wohnsiedlung in Auftrag gegeben und ausführen lassen. Der Farbhersteller regte die Teilnahme an einem Wettbewerb  an, in der Farbkonzepte und besondere Gestaltungen prämiert werden. Zur Dokumentation der entstandenen Farbgestaltung wurde ich als Dokumentarphotograph im letzten Jahr mit den Photoarbeiten betraut. Obwohl das Zeitfenster sehr eng war und ich stark mit den herrschenden Wetterbedingungen zu kämpfen hatte, sind die Ergebnisse sehenswert. Auch dem Kunden haben die Aufnahmen so gut gefallen, dass diese für den Geschäftsbericht der Gewag benutzt wurden:  http://www.gewag-rs.de/wir-uber-uns/geschaftsberichte/ (veröffentlicht im Geschäftsbericht 2011).

Zu der Entstehung der Bilder kann ich sagen, dass nicht nur wiedrige Wetterbedingungen bei diesem Projekt eine besondere Rolle gespielt haben. Es waren, gerade weil es eine bewohnte Wohnsiedlung ist, die schon länger besteht, viele das Bild störende Elemente im Spiel, die es zu beherrschen galt. Natürlich stehen in einer Strasse Autos. Diese parken oft an bildwichtigen Stellen. Auch ist es sehr oft unmöglich, andere störende Elemente allesamt zu entfernen. Ich denke da z.B. an Mülltonnen, Wäscheleinen mit zum Trocknen aufgehangener Wäsche oder dergleichen. Die besondere Aufgabe bei der Dokumentarphotographie besteht nun darin, diese Dinge so im Bild zu zeigen, dass sie nicht die bildwichtigsten Elemente sind oder sie sogar durch die Wahl des Bildausschnittes komplett zu entfernen. Bei einigen Bildern der hier gezeigten Serie bin ich so vorgegangen.

Gleichmäßig gestaltete Dinge variabel zu fotografieren ist eine Aufgabe, die in der Dokumentarphotographie ebenfalls einen sehr hohen Stellenwert hat. Im Briefing mit der zuständigen Architektin wurden mir genaue Aufgaben gegeben. Dabei spielt die Gestaltungsidee zu der Wohnsiedlung natürlich eine übergeordnete Rolle. Wie man auch auf den Bilder sehen kann, ergänzen sich geometrische Formen zu einem Gesamtkonzept. Dieses abzubilden war eine Hautaufgabe. Die Stirnseiten der Häuser sind farbig gestaltet. Im richtigen Winkel forografiert bilden sie eine geometrische Form, die sich zu einer Gesamtharmonie ergänzt. Ausserdem war es dem Kunden wichtig, dass die ausserordentlich hohe Qualität der ausgeführten Malerarbeiten auf den Bildern gut nachzuvollziehen ist. Hierzu boten sich Details an, die abenfalls eine Gerausforderung darstellen, denn gerade eine verputzte, farbig gestaltete Wand ist nicht ohne weiteres spannend. Dies hängt auch im wesentlichen vom Geschick des Fotografen ab. Dokumentarphotographie bedeutet also nicht nur das Abbilden eines Objektes, sondern auch die kreative Gesataltung von Anforderungsprofilen.