Masthead header

Remscheid, meine Stadt

 Architektur in Remscheid

Willi Brandt Platz in Remscheid, Architekturphotographie von Ralf Lehmann

Remscheid, Willy-Brandt-Platz

Für ein Kalender-Projekt bin ich in den letzten Wochen mehrfach abends in Remscheid, meiner Stadt unterwegs gewesen. Faszinierend an meiner Stadt sind die Kontraste. Das Bild, welches die meisten Menschen von Remscheid haben ist geprägt von den alten Fachwerhäusern, die man hauptsächlich in Remscheid-Lennep oder Remscheid-Lüttringhausen vorfindet. Dieses Image scheint den Städteplanern in Remscheid nicht zu gefallen. So wurde der Bahnhof und der daran angrenzende Willy-Brandt-Platz aufwändig umgestaltet. Es wurde ein neues Bahnhofs-Gebaüde erstellt, ein Einkaufszentrum, ein Parkhaus für Pendler und eine Fussgänger Brücke, die seit ihrer Entstehung umstritten ist. Hinzu kommt das Gebäude der Argentur für Arbeit, dass sich ebenfalls am Willy-Brandt-Platz befindet. Im Überblick betrachtet, ergänzen sich die Gebäude und die hier auf dem Bild gezeigte Brücke zu einem Szenario, dass man keinesfalls in Remscheid vermuten würde. Im Grunde mutet die gesamte Szene etwas futuristisch an. Besonders befremdlich ist dann der zweigleisige Bahnhof, der zur Zeit auch nur eingeschränkt nutzbar ist, da die Müngstener Brücke als Dauerbaustelle die freie Fahrt der Bundesbahn auf der Strecke Remscheid -Solingen stark einschränkt.

Genutzt wird der Bahnhof und das angrenzende Einkaufszentrum von vielen Menschen. Die Brücke, die auf diesem Bild zu sehen ist, verbindet den Bahnhofs-Bereich mit der Innenstadt. Sie bildet einen Kontrast zu den umliegenden Gebäuden, da die markanten roten Stäbe sehr auffällig in den Remscheider Luftraum ragen. Als Architektur-Photograph gefällt mir die Spannung, die dieses Szenario bildet, besonders wie hier gezeigt in den Abendstunden, mit eingeschalteter Beleuchtung. Als Remscheider empfinde ich diesen Bereich als eine Insel, die aufgrund ihrer Gestaltung nicht in die Stadt zu passen scheint. Totz der befremdlichen Gefühle, die viele Einwohner haben bereichert diese Form von Architektur meiner Meinung nach das Stadtbild beträchtlich. Die Zeit wrd es zeigen, wie die abschließende Bewertung dieser Form von Architektur ausfallen wird.

Portraitfotografie: Konterfei oder Portrait?

Was ist ein Portrait? Ein reines Abbild oder mehr?

In der Portrait Fotografie geht es natürlich um das Abbild eines Gesichtes. Doch geht es allein darum? Seit der Mensch sich mit der künstlerischen Darstellung seiner Umwelt beschäftigt, beschäftigt er sich auch damit, die menschliche Figur darzustellen. Die Malerei, die sich aus den künstlerischen Anfängen entwickelte, beschäftigte sich beinahe in allen Kulturen ebenfalls mit der Abbildung des menschlichen Gesichtes oder der menschlichen Figur. Jahrhunderte und Jahrtausende vergingen und aus den einfachen Darstellungen entwickelten sich anspruchsvollere Darstellungen des menschlichen Gesichts. Ein Gedanke, der vielleicht hinter dieser Entwicklung steckt, ist der Wunsch des Menschen, dass man sich seiner erinnern möge, wenn er nicht mehr ist. Vielleicht reicht es dazu aus, zu zeigen, wie der Mensch ausgesehen hat. Viele Bilder sind seit Anbeginn der Zeit entstanden, die genau das zeigen.
Ein weiterer Gedanke, der den Portrait-Begriff erweitert ist der, nicht nur zu zeigen, wie der Mensch aussah, sondern wie er im Leben ist oder war. Wie kann das gelingen? Wie kann man ein Bild erzeugen, dass einen Wesenzug eines Menschen zeigt? An dieser Stelle kommt das Wort ins Spiel, welches oft in diesem Zusammenhang gebraucht wird: der Ausdruck. Was bedeutet dieses Wort für mich? Ich denke, dass der Ausdruck etwas ist, dass im inneren eines Menschen steckt und sich durch Mimik und Gestik einen Weg nach außen bahnt. Also ist der Ausdruck das Abbild einer Emotion oder einer Charaktereigenschaft im Gesicht oder Körper eines Menschen. Wie erreicht man es, eine Emotion, eine Charaktereigenschaft abzubilden?

Hierzu ein kleiner Ausflug in meine Vergangenheit. Als ich mich dafür zu interessieren begann, künstlerisch tätig zu werden tat ich das zeichnend. Ich zeichnete Dinge aus meiner Umgebung, Gläser, Steine und irgendwann auch mein eigenes Spiegelbild. Über die Qualität der Darstellung verliere ich an dieser Stelle kein Wort, es sei nur soviel gesagt: ich begann Unterricht im Zeichnen zu nehmen. Zuerst besuchte ich mehrere Zeichnkurse an der Volkshochschule der Stadt Remscheid. Mein erster Zeichnlehrer war der Remscheider Künstler Paul Kipp. Bei ihm lernte ich eine Technik des Zeichnens und eine Technik, mich auszudrücken und Zeichnungen Ausdruck zu verleihen. Nachdem ich alle Kurse, die im Zeichnen angeboten wurden besucht hatte, enstand eine Leere. Diese füllte ich mit Zeichenunterricht bei Karl Armbrust, der ebenfalls aus Remscheid stammte. Er hatte an der Kunstakademie Düsseldorf studiert und auch bei ihm lernte ich den Menschen und seinen Ausdruck zu zeichnen. Im grossen und ganzen war ein Anfang gemacht, doch von meinem eigentlichen Ziel, nämlich einer ausdruksvollen, photorealistischen Darstellung war ich immer noch sehr weit entfernt.

Die Technik zu verbessern lernte ich bei Günther Gruhlke. Der Remscheider Grafiker Günther Gruhlke hatte eine kleine aber feine Zeichenschule in Remscheid, die ich über Jahre hinweg besuchte. Ihm verdanke ich letztendlich meine Aufnahme an der BUGH Wuppertal, Fachbereich Kommunikationsdesign, damals noch am Haspel in Wuppertal, heute leider nicht mehr dort. An der Uni angekommen, lernte ich neue Techniken der Zeichnung, der Malerei und auch der Fotografie. Die photorealistische Darstellung von Menschen interessierte mich immer noch so sehr, dass ich mir die Frage zu stellen begann, warum ich überhaupt noch zeichnete und malte. Die Konsequenz dieses Gedankens war eine weitreichende Beschäftigung mit der Photographie. So folgten Studien bei Wolfgang Vollmer, Prof. Marc Izikowitz und Prof. Charles Compère. Das bei all meinen Lehrern gelernte bildete den Grundstock und es ist meine Geschichte, die in jedes Bild mit einfliesst, welches ich mache. Und diese ist noch immer eine Geschichte, die sich weiter entwickelt.

Zurück zu dem Gedanken, wie es einem Photographen gelingen kann, eine Emotion oder eine Charaktereigenschaft abzubilden. Dies kann nur dann gelingen, wenn der zu portraitiernede dazu “verführt” werden kann, etwas von sich selbst preiszugeben. Ein Portrait ist demnach nicht nur ein Abbild des Menschen, der darauf zu sehen ist, sondern das Ergebnis einer Interaktion zwischen Photograph und Model. Je größer das psychologische Geschick des Photographen ist, desto offener gestaltet er die Portrait-Sitzung und desto offener wird sich unter Umständen das Model zeigen.

Ich könnte nun noch vieles schreiben. Es gibt unendlich viele Aspekte, die ich noch erwähnen müsste, so z.B. Brennweite, Bildformat, Abstand zwischen Photograph und Model, Lichtsetzung, Schärfentiefe usw. Aber das werde ich an einer anderen Stelle tun.  An dieser Stelle zeige ich Ihnen nur ein Bild.

 

 

Ein Portrait aus meinem Photostudio in Remscheid

Der Fashion Fotograf: perfekt inszenierte Mode

Der Fashion Fotograf und der Weg zum fertigen Bild

Ein Fashion Fotograf aus Remscheid, dass hört sich zuerst einmal ungewöhnlich an. Doch Remscheid ist nicht weit entfernt von Düsseldorf und Köln. Kontakte zu Designern und Modellen sind natürlich eine Hauptvoraussetzung für das Fotografieren von Mode. Bei diesem Shooting, aus dem das gezeigte Bild stammt, ist der Zufall wieder einmal ein ausschlaggebender Faktor gewesen. Das Model ist für Emanuel Hendrik auf der Hochzeitsmesse in Düsseldorf Anfang des Jahres gelaufen. Auch dort trug sie den hier gezeigten Anzug. Dieser hat ihr so gut gefallen, dass sie mit Emanuel Hendrik sprach um ein Shooting mit diesem Anzug zu machen. Da ich mit ihr schon oft als Fashion Fotograf zusammengearbeitet habe, hat sie vorgeschlagen, dass sie mit mir shootet. Der Mode-Designer war einverstanden. Soviel zu den Vorbedingungen. Das Model und die Mode waren somit gesetzt. Nun hatte ich als Fashion Fotograf die Aufgabe, dass Shooting vorzubereiten. Mir lag zu diesem Zeitpunkt nur ein Photo von dem Anzug vor. Die Frage, die sich mir nun stellte, war, wie inszeniere ich einen solchen Anzug? Nach ein paar Vorüberlegungen kam ich sehr schnell auf den Gedanken, den farbigen Streifen auf dem Anzug aufzugreifen und diesen im Hintergrund zu wiederholen. Einen Pink-farbenen Hintergrund zu wählen habe ich von vornherein ausgeschlossen. Aber relativ schnell kam mir die Idee, Luftballons als Hintergrund zu wählen, die farblich zu dem gezeigten Anzug einen sehr schönen Kontrast herstellen, aber gleichzeitig den Streifen als Farbe aufgreifen.

Ein Lieferant für die Luftballons war ebenfalls schnell gefunden. Er hatte auch farblich passende Luftballons im Sortiment und als Service hat er die fertig mit Helium Gas gefüllten Ballons in mein Studio geliefert – just in Time übrigens, da die Schwebezeit eines mit Helium gefüllten Ballons ca. sechs Stunden beträgt. Das gilt es natürlich zu berücksichtigen. Ich habe 50 Ballons eingesetzt. Es war ein Spaß, diese in mein Studio zu bringen, denn die Ballons waren zu zehn Stück in einer Folie verpackt und mussten am Davonschweben gehindert werden.
Es fehlte nur noch die Visagistin. Ich fragte Britta Carina Wownenko, ob sie bei dem Projekt mitarbeiten wollte und sie sagte zu. Während die Visagistin das Model vorbereitete, habe ich den Aufbau gemacht. Die Ballons habe ich in Trauben zu zehn Stück am Boden befestigt. Das Licht bestand aus einem Hauptlicht in Form eines 1,80 m großen Octagons und einem Beauty Dish als Aufhellicht für das Gesicht und den Oberkörper des Models. Fotografiert habe ich mit meiner Phase One und einem 60 Megapixel Datenrückteil. Als Fahion Fotograf weiß ich genau, dass es um Top-Qualität und um Perfektion geht, deshalb war die Wahl der hochauflösenden Kamera genau die richtige Wahl. Die erstellten Daten können ohne Probleme für jeden denkbaren Verwendungszweck genutzt werden. Wenn Sie ein Fashion Projekt planen, erarbeite ich Ihnen gern ein unverbindliches Angebot.

 

Fashion Fotograf Remscheid: ein Shooting für Emanuel Hendrik

Mein erstes View-Fotocommunity Titelbild

Ein Portrait von mir auf der Startseite der View-Fotocommunity des Stern

Seit einiger Zeit veröffentliche ich meine Photographien in unterschiedlichen Internet Communities, so auch in der View-Fotocommunity des Stern. Bilder in Internet Foren zu veröffentlichen ist eine Möglichkeit, auf die eigenen Arbeiten aufmerksam zu machen. Diese Art der Präsentation ist die moderne, schnelle und beinahe kostenlose Möglichkeit, eine Ausstellung zu machen. Natürlich sind die gezeigten Bilder in ihrer Wirkung immer davon abhängig, wie das Layout der betreffenden Community gestaltet ist. Die View-Fotocommunity hat ein einfaches Layout. Die Bilder werden einmal sehr klein auf den Portfolio Seiten des Fotografen, ein wenig größer in der Voransicht, die auch kommentiert werden kann und auf Wunsch auch in der Originalgröße gezeigt. Die Bedienbarkeit ist meines Erachtens nach etwas umständlich, aber mit etwas Übung ist die Seite genauso leicht zu bedienen, wie andere Foren im Internet. Die Bedienbarkeit war ein Grund dafür, dass ich nur bei der Anmeldung in der Community Bilder präsentiert habe und dann längere Zeit pausierte. In der letzten Zait habe ich vermehrt Bilder aus der View-Fotocommunity gesehen und so beschloss ich, wieder Bilder dort zu präsentieren. Dabei wählte ich zum Teil Bilder aus, die ich auch schon in anderen Foren gezeigt habe. Der Grund dafür war, dass ich herausfinden wollte, inwiefern die Bilder in der View-Fotocommunity ähnliche Klick-Zahlen bekommen, wie in anderen Fotocommunities.

Nachdem ich die ersten Bilder hochgeladen hatte, bekam ich mehrere Systemnachrichten eines Administrators, der mich darauf hinwies, das mein Logo und dessen Position im Bild gegen die Nutzungsrichtlinien der View-Fotocommunity verstoßen und das die Bilder gelöscht werden würden, wenn ich dies nicht ändern würde. Da ich zu diesem Zeitpunkt die nötige Zeit nicht hatte, wurden mehrere Bilder von mir wegen Vertoßes gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht, so auch das Bild, dass später die Titelseite der View-Fotocommunity zieren sollte. Leicht verärgert schrieb ich eine Beschwerde, denn über die Position der Logos habe ich im Vorfeld längere Teit nachgedacht. Sie waren weder störend, noch als bildwichtigstes Element plaziert. Die Beschwerde hatte keinerlei Erfolg. So veränderte ich die Position des Logos – ich plazierte sie gemäß der Nutzungsbedingungen an den Rand – und lud sie wieder auf den Server des Stern. Zu meiner Überraschung erhielt ich kurze Zeit später die Nachricht, dass mein Bild “Fabian” auf der Titelseite der Stern VIew-Fotocommunity zu sehen sein würde. Ich habe mich sehr gefreut. Hier der link zum Bild: Fabian.

 

Mein Portrait von Fabian auf der Titelseite der View-Fotocommunity des Stern